»Lukaschenko wird sich nicht zum Demokraten entwickeln«

Gespräch mit Lars Bünger über die Proteste gegen das Regime in Belarus in der Jungle World vom 20. April 2017.

 

Lars Bünger ist Vorsitzender des Schweizer Zweigs der NGO »Libereco – Partnership for Human Rights«. Sie ist seit 2009 in Deutschland und der Schweiz tätig und setzt sich für den Schutz von Menschenrechten und Zivilgesellschaft in Belarus und der Ukraine ein. Seit 1994 führt Alexander Lukaschenko das autokratische Regime von Belarus. 2015 erließ er ein Dekret zur »Vorbeugung des Sozialschmarotzertums«, das Langzeitarbeitslosen eine Strafsteuer auferlegt. Der Stichtag für die Zahlung war der 20.Februar 2017, in dieser Zeit begannen die größten Proteste seit den Präsidentschaftswahlen 2010 (»Jungle World« 10/2017). Continue reading

»Komm und sieh« (Film-OmU) + Einführung

Veranstaltung der Interventionistischen Linken in Berlin am 14. Mai 2017.

Im Rahmen des Jahrestages zur Befreiung Europas vom Nationalsozialismus laden wir euch zur Filmvorführung von “Komm und sieh” (OmU) ein. Der Historiker Johannes Spohr wird eine Einführung zum historischen Kontext des Vernichtungskrieges in Weißrussland. Continue reading

Angekündigt: »Isolation und Ausgrenzung als post/sowjetische Erfahrung«

Erscheint im März 2016 bei edition assemblage:

Luca Bublik / Johannes Spohr / Valerie Waldow (Hg.)
Isolation und Ausgrenzung als post/sowjetische Erfahrung
Trauerarbeit. Störung. Fluchtlinien
Broschur, 140 x 205 mm
128 Seiten, 12.80 Euro
ISBN 978-3-96042-005-7 | WG 973
Neuerscheinung März 2016

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Wer sich einer gesellschaftlichen Situation nähern will, sollte sich die Lage derer vergegenwärtigen, denen die Teilnahme an ihr untersagt wird. Continue reading

Millionäre mit Mietproblemen

Artikel in der Jungle World vom 19.3.2015:

Politisch profitiert das belorussische Regime vom Ukraine-Konflikt, doch die ­Anbindung an Russland schadet der Wirtschaft.

von Johannes Spohr

Um den Verlust seiner Macht muss sich der belorussische Präsident Alexander Lukaschenko derzeit kaum Sorgen machen. Schenkt man den Umfragen des Unabhängigen Instituts für sozioökonomische und politische Studien (IISEPS) Glauben, hat seine Popularität seit der Ukraine-Krise sogar zugenommen. So gaben im August vorigen Jahres 63,2 Prozent der Befragten in Belarus an, die Umbrüche in der Ukraine und konkret den Euromaidan nicht zu unterstützen. Über die Hälfte stimmte mit den Verlautbarungen der in Belarus beliebten russischen Fernsehsender überein, nach denen die neue Regierung in Kiew faschistisch sei. Continue reading