Veranstaltungshinweis Berlin: Salon der Naturfreund*innen

“Ich möchte Teil keiner Jugendbewegung sein”. Vierter Neuköllner Salon gegen den Ausstieg 

Monatlich zwischen September 2015 und März 2016 im Büro der Naturfreundejugend Berlin (Weichselstraße 13, 12045 Berlin) www.nfberlin-politik.de

Mit Beginn eines Lohnarbeitsverhältnisses oder der Übernahme von Sorgearbeiten für Kinder, Angehörige und Freund_innen lassen sich ehemals politisch engagierte Menschen in linken Zusammenhängen immer seltener blicken. Viele steigen aus – oft wird dies mit Zeitmangel begründet. Wir möchten einen Raum schaffen zum Austausch über die alltäglichen Zwänge und die strukturellen Bedingungen unserer Bemühungen, Lohn- und Sorgearbeit(en) zu organisieren. Wir wollen politisch – nicht moralisch! – über alternative Lebensweisen, widerständige Praktiken und kleine Kämpfe um eigene Freiräume diskutieren. Continue reading

Neukölln packt ein

Matthias Merkle, der zusammen mit Antje Borchardt die Kneipe “Freies Neukölln” betreibt, hat am 11. November in der Berliner Zeitung ein Interview mit dem beredten Titel “Das ist nicht mehr mein Berlin” gegeben. Auch für Menschen interessant, die nicht unbedingt gern ins “Freie Neukölln” gehen, aber sich trotzdem manchmal fragen, was in den letzten vier, fünf Jahren in Neukölln und Kreuzberg bzw. um sie herum passiert, aber es nicht ganz in Worte fassen können oder wollen. Dazu passt: Die Bilanz der letzten vier Monate des unmittelbaren persönlichen Radius’ – etw 300 Meter – in Kreuzkölln: Aufgegeben wurden: zwei Kiez-Cafés, drei alteingesessene Bäckereien, zwei günstige Friseurgeschäfte, zwei Geschäfte, die sich dem Verkauf von Artikeln, die aus Haushaltsauflösungen stammen, gewidmet haben. Neu eingezogen sind: eine private Physiotherapiepraxis, ein Kinderschuhladen mit Kinderschuhen ab 60 Euro aufwärts, zwei Läden mit demselben teuren Schnickschnack-”Vintage” wie es ihn bereits in 37 anderen “Kreativ-Läden”, mal eingekauft, mal selbstgeschneidert und schlecht siebbedruckt, zu kaufen gibt. Ein Café mit Kaffeepreisen ab 2,80 Euro. Viermal Leerstand.

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Vier mal Berlin im März.

„Schmeißt den Pöbel raus!“

Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) hat es momentan wirklich nicht einfach: Erst weigert sich der Neuköllner „Pöbel“, ihm zuzuhören, dann muss er sich auch noch für den Entstehungskontext des Buches rechtfertigen, aus dem er gern gelesen hätte. Continue reading

Mach’s vor deinem Tod!

Machs nach deinem Leben ist mir doch scheißegal
Ihr Christen seid doch viel zu nett oder ihr seid zu brutal
Machs nach deinem Leben kommt mir als Punk ganz recht
dann brauch ich dein Gebet nicht hörn und niemals dein Gesicht zu sehn

Dackelblut – Mach’s nach deinem Leben

Der Austritt aus der Kirche ist in Berlin leicht, kostenlos – und verwirrend.

Christlicher Fundamentalismus ist in Deutschland in der Offensive. Zwar regen sich gegen christliche Großveranstaltungen wie den Papstbesuch in Berlin oder die „Tausend-Kreuze-Märsche“ vereinzelt Proteste, aber kollektive Kirchenaustritte wie der „Austritt zum Hasenfest“ im April 2012 unter anderem in Mainz, Luxemburg München sind eher die Ausnahme und finden wenig Beachtung. Continue reading