»Komm und sieh« (Film-OmU) + Einführung

Veranstaltung der Interventionistischen Linken in Berlin am 14. Mai 2017.

Im Rahmen des Jahrestages zur Befreiung Europas vom Nationalsozialismus laden wir euch zur Filmvorführung von “Komm und sieh” (OmU) ein. Der Historiker Johannes Spohr wird eine Einführung zum historischen Kontext des Vernichtungskrieges in Weißrussland. Continue reading

CECTPA in Bremen und Neukölln

Im Dezember finden zwei weitere Vorführungen des Films CECTPA statt, in dem die ehemalige Rotarmistin Eva Vater porträtiert wird.

Am 16. Dezember 2014 zeigt die Gruppe f*ab in Kooperation mit dem Cinema im Ostertor in Bremen CECTPA.

Am Donnerstag, den 18. Dezember 2014 wird CECTPA im Anton-Schmaus-Haus der Falken in Neukölln zu sehen sein. Das Anton-Schmaus-Haus befindet sich in der Gutschmidtstraße 37. Im Jahr 2011 wurde das Kinder-und-Jugendzentrum der Sozialistischen Jugend zweimal von Nazis mit Brandanschlägen schwer verwüstet. Der Film läuft im Programm vom “Roten Kino” um 20 Uhr.

Auch diesmal wird Johannes Spohr eingangs zum Thema Frauen in der Roten Armee einführen.

СЕСТРА: Vorführungen im November

Im November finden in Berlin zwei Vorführungen des Films CECTPA statt, in dem die ehemalige Rotarmistin Eva Vater porträtiert wird, ergänzt durch kurze Einführungen in das Thema.

von der Filmseite:
“Wir freuen uns, dass CECTPA im November zweimal in Berlin zu sehen sein wird. Am Donnerstag, den 20. November 2014 wird der Film im Anton-Schmaus-Haus der Falken in Neukölln zu sehen sein. Das Anton-Schmaus-Haus befindet sich in der Gutschmidtstraße 37. Im Jahr 2011 wurde das Kinder-und-Jugendzentrum der Sozialistischen Jugend zweimal von Nazis mit Brandanschlägen schwer verwüstet. Der Film läuft im Programm vom “Roten Kino” um 20 Uhr.

Am 24. November 2014, bereits um 18.00 Uhr, zeigt die Naturfreundejugend Berlin in der Weichselstraße 13/14 in Neukölln den Film.

Bei beiden Vorstellungen wird Johannes Spohr eine kurze Einführung zum Thema Frauen in der Roten Armee geben. Der Journalist hat Eva Vater ebenfalls getroffen und mehrere Beiträge über sie verfasst. Unterstützt werden die Vorstellungen von der Rosa Luxemburg Stiftung.”

Einige bereits veröffentlichte Artikel zu Eva Vater finden sich unter diesem Link.

Werde Mahatma Gandhi

Rezension auf Spot On / Konkret:

Von der Beraubung der Zeit

Regie: Daniel Poštrak und Jörn Neumann; mit Helmut Poscher, Kenny Berger und Samuel Conley; Deutschland 2013 (RealFiction); 79 Minuten; seit 3. Juli im Kino

Daniel Poštrak und Jörn Neumann schildern in „Von der Beraubung der Zeit“ die Parallelwelt Gefängnis aus einer naheliegenden und trotzdem vernachlässigten Perspektive: der der Gefangenen. Die Auswahl der Inhaftierten, allesamt zu lebenslänglichen Haftstrafen wegen Mordes Verurteilte, die seit 12, 30 und 37 Jahren inhaftiert sind, birgt die Gefahr, die Durchschnittlichkeit von Knast etwas verblassen zu lassen. Continue reading

¡Dalton presente!

Von einer „juristischen Barbarei“ sprach der Sohn Roque Daltons, nachdem ein salvadorianisches Gericht 2012 beschloss, dass der Mord an seinem Vater straflos bleiben soll. Einige Aufnahmen der Pressekonferenz des teils international wahrnehmbaren Prozesses sind nun auch in einem Film zu sehen, der den Poet und Revolutionär Roque Dalton porträtiert. Continue reading

Die Chronistin

Artikel im Neuen Deutschland vom 30.1.2014:

»Die Menschen werden sein, und man wird sie nicht vergessen, denn: Die Bücher werden sein.«

Die lettische Jüdin und ehemalige Rotarmistin Eva Vater lebt heute in Tel Aviv. Im Kino Krokodil ist jetzt ein Film zu sehen, der sie porträtiert

Von Johannes Spohr

»Nu, was willst du gern wissen?«, fragt mich Eva Vater, die mir in ihrer bescheiden eingerichteten Wohnung im Zentrum Tel Avivs bei Kaffee und Keksen gegenübersitzt. Die heute 91-Jährige wurde 1922 in Riga geboren. Im Juni 1941 wurde sie mit einem der letzten Transporte der Roten Armee für junge Kommunist_innen aus der von den Deutschen besetzten Stadt evakuiert. Continue reading

“Ich dachte, das müssen alle wissen”

Artikel auf rosalux.de vom 28.1.2014:

Die lettische Jüdin und ehemalige Rotarmistin Eva Vater lebt heute in Tel Aviv. Vor kurzem erschien ein Film über ihr Leben, der nun unter anderem in Berlin zu sehen ist.

Hupen und Auspuffgeräusche dringen durch das offene Fenster, dazu ein Hauch angenehmen frischen Durchzuges, der die 30 Grad warme Luft aufwirbelt. Ich bekomme Kaffee und Kekse. „Nu, was willst du gern wissen?“ fragt mich die 91-jährige Eva Vater, die mir in ihrer bescheiden eingerichteten Wohnung im Zentrum Tel Avivs gegenüber sitzt. Continue reading

Klarkommen nach Wriezen

Rezension: Der Film „Nach Wriezen“ begleitet drei junge Inhaftierte nach ihrer Entlassung – und neutralisiert die grausame Tat eines Neonazis

Erschienen am 4.9.2013 auf inforiot.de

Ein eigentlich ambitionierter filmischer Versuch, die Schwierigkeiten der Realität junger Menschen nach der Haft einzufangen, reproduziert stereotype Bilder über Ex-Inhaftierte, neutralisiert dabei gesellschaftliche Probleme wie auch die grausame Tat eines Neonazis. Rezension zum Film  „Nach Wriezen“ (2012). Continue reading

Unsere Täterinnen, unsere Täter.

Johannes Spohr kritisiert den ZDF-Mehrteiler “Unsere Mütter, unsere Väter”. Erschienen am 11.4.2013 auf www.rosalux.de.

And we breathe it in
There is no need to forgive
Breathe it in, there is no need to forgive
(again)

 And we know who you are
And we know where you live
And we know there’s no need to forgive

Nick Cave – We No Who U R (2013)

Man könnte sich wünschen, Nick Cave meine mit seinem neuen Song die deutschen Nazis und ihre Nachfahren. 15 Jahre nach der öffentlichen Diskussion um die Rolle der Wehrmacht im Vernichtungskrieg erlaubt sich die deutsche Öffentlichkeit eine Debatte darüber, ob „unsere Mütter, unsere Väter“ wirklich so grausam waren. Continue reading